Tag 5 - Jöhstadt nach Oberwiesental

Bianca und Ina

Biwalkin

Erzgebirgskammweg

Tag 5

Jöhstadt nach Oberwiesental

Nach einer kalten und unruhigen Nacht startete ich früh los.

Ein Stück kalte Pizza und Schokolade war mein ausgewogenes Frühstück, gab mir aber Energie und ich ging flott los.

Die Sonne schien und ein kräftiger und kalter Wind blies mir ins Gesicht.

Bald war ich wieder im Wald und ging bergab Richtung Brettmühle.

Der Weg führte am sogenannten "Zicheinerfels´n" vorbei, einem markanten Felsen mitten im Wald.

Weiter ging es durch dichten Nadelwald in dem im Mittelalter Pech aus dem Harz der Bäume hergestellt wurde, nach Brettmühle.

Von dort ging es nun nach Kühberg und Richtung Bärenstein Berg.

Heute am Sonntag traf ich immer mal ein paar Wanderer und Mountainbiker die freundlich grüßten.

Immer wieder war der Weg sehr steil und ich kam nur langsam voran.

Am Fuße des Bärenstein Berges hatte man einen guten Blick auf den gleichnamigen Ort. Direkt anschließend auf tschechischer Seite lag der Ort Weipert.

Nun ging es durch Felder Richtung Berg als plötzlich ein Sturm und Starkregen einsetzte. Bevor ich meinen Regenmantel anziehen konnte war ich schon durchnässt.

Schnell ging ich in den Wald und kaum hatte ich ihn erreicht hatte der Wind den Regen vertrieben. Allerdings blieb das Wetter den ganzen Tag unberechenbar. Ich musste noch ein paar Mal den Regenmantel schnell anziehen. Dafür schien aber auch oft die Sonne und ließ den Wald besonders schön aussehen.

Ein schmaler Pfad führte auf den Berg, auf dem ein kleines Gipfelkreuz stand.

Man hatte einen schönen Blick auf die Cranzahl Talsperre und das Umland. In der Ferne war der Fichtelberg zu sehen und davor endloser Wald. Den würde ich heute noch durchqueren, ein Meer aus endlos vielen Bäumen.

Bevor ich den Berg hinter mir ließ gab es noch Kaffee und Kuchen im Bärensteinhaus.

So gestärkt ging es weiter an der Talsperre Cranzahl vorbei Richtung Toscabank.

Eine urige Bank auf einem Felsen. Hier machte ich Pause aß die restliche Pizza und genoss den Blick ins Tal.

Als es wieder zu Regnen anfing ging ich weiter nach Kretscham-Rotensehma im Sehmatal.

Hier kommt die historisch Dampfeisenbahn durch, die von Cranzahl nach Oberwiesental fährt. Ich hörte seit einiger Zeit das Tuten, sah die Bahn allerdings nicht.

Ich war nun vor dem 5km langen Anstieg nach Oberwiesental.

Leider zerbrach jetzt mein Wanderstecken und ließ sich nicht reparieren.

Also musste der Anstieg mit einem Stecken gemeistert werden.

Es ging durch Fichten und Lärchenwälder stetig bergan. Die Wege waren gut zu gehen aber teilweise sehr steil.

Ich kam an uralten Bergbau Relikten vorbei und auf den Rastbänken waren die Höhenmeter angegeben. Der Höchste Punkt war bei 996 Meter über NN.

Ganz hoch auf den Fichtelberg ging es erst morgen.

Bald war die Unterkunft erreicht. Ein gemütliches neues Hotel komplett aus Holz gebaut.

Ich wurde freundlich empfangen und mir wurde das ganze Hotel gezeigt.

Das Hotel ist im Sommer auf Mountainbiker und im Winter auf Skifahrer eingestellt. Es gab sogar ein Trockenraum mit Schuhtrockner. Morgen kann ich endlich mal wieder in trockenen Schuhen wandern!

Im Restaurant aß ich gut zu Abend und nun steht nur noch das WM Spiel auf dem Programm.

biwalkin.de

Ina Großmann-Stangl und Bianca Bauer

info@biwalkin.de

Bürger für Bürger Nachbarschaftshilfe Wolfratshausen e.V.

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