Monopoli - Taranto
Die 6. Etappe
San Loca nach Otranto
Nachdem ich mir gestern Abend leckere Nudeln gekocht hatte, bin ich gegen halb zehn schlafen gegangen und habe sehr gut geschlafen, bis gegen vier erneut starke Gewitter kamen und einige Zeit dauerten. Als ich um sieben aufgestanden bin, hatte der Regen gerade aufgehört. Ich machte mich fertig und packte alles zusammen, es sollte ja ein Frühstück in einen Café in der Nähe geben. Also starte ich zunächst in Richtung Café um festzustellen, das beide möglichen Cafés noch zu waren. Also weiter zu dem kleinen Supermarkt in dem ich gestern schon war und Proviant zu kaufen. Der sehr nette ältere Italiener freute sich mich wieder zu sehen und wollte wissen, ob ich den Cammino del Salento lang gehe. Er machte mir zwei hervorragende Pane mit Wurst und Käse, darüber sollte ich mich später noch sehr freuen.
Jetzt konnte es losgehen, es war bereits kurz nach acht und ich wollte soviel Weg wie möglich im trocknen schaffen. Es dauerte nicht lange, dann kam ich bereits an die wunderschöne Küste und konnte auch einige Zeit dort entlang laufen. Gegen halb neun hat es dann wie erwartet zu Regnen begonnen. Der Regen war zeitweise so stark, dass eine normale Dusche nichts dagegen ist. Zu allem Überfluss kam heute der Wind von vorne - sehr unangenehm. Der schöne Ausblick machte es aber wesentlich erträglicher.
Gegen halb elf stand heute das Videotelefonat mit den Senioren bei der Gymnastik im Sitzen an, darauf freute ich mich schon und es war wirklich toll, wie interessiert die Senioren Fragen stellten und sich freuten mit mir Reden zu können. Für Mittag haben wir uns noch einmal zum Videotelefonat verabredet, dann nach dem Mittagstisch.
Ich stapfte weiter durch den Regen und musste mehrfach meine Route ändern, da die Wege entweder gesperrt oder durch umgestürzte Bäume oder Flüsse versperrt waren. Irgendwie kam ich durch und es hörte tatsächlich wieder auf zu Regnen. Der noch immer starke Wind von vorne trocknete mein Regencape schnell und der zweite Anruf stand an. Auch dieses Telefonat mit den Senioren vom Mittagstisch bereitete mir sehr viel Freue. Eine Dame erzählte, dass sie vor vielen Jahren mal mit dem Segelboot an dieser Küste entlanggefahren ist und sie es auch atemberaubend fand.
Für nächsten Dienstag haben wir uns wieder verabredet, dann mit hoffentlich schönerem Wetter.
Kurze Zeit später fand ich endlich eine Möglichkeit mich unterzustellen und mein Frühstück zu essen, es war bereits kurz vor zwölf. Als ich weiterging, fing es erneut an zu regnen und auch ein heftiges Gewitter war im Anmarsch, ich hatte keine Möglichkeit irgendwo einzukehren und so half es nichts, trotz Gewitter musste ich weiter. Kopfhörer raus und Böhse Onkelz - Appache und Austro-Pop auf die Ohren um den Donner nicht mehr zu hören, so ging es schnellen Schrittes weiter immer am Cammino del Salento entlang, dem ich bereits den ganzen Tag folgte.
Gegen viertel vor zwei erreichte ich Otranto, eine etwas größere Stadt, in der ich heute mein Zimmer gebucht hatte. Ich kam noch an einem wunderschönen Strand vorbei, ging durch die ebenfalls wunderschöne Altstadt hindurch um am Hafen abzubiegen und die Unterkunft auch gleich zu erreichen. Dachte ich. Dort angekommen teilte ich den Vermietern mit, dass ich da bin. Die Dame meinte ich bin falsch aber ich soll bleiben wo ich bin sie kommt. Ein paar Minuten später kam sie mit ihrem Mini an und lud mich ein um zur richtigen Unterkunft zu fahren, ein paar Meter weiter den Berg rauf stand ein zweites Gebäude mit dem selben Namen. Sie zeigte mir mein Zimmer und hielt bestimmt zwanzig Minuten einen Vortrag über die ganzen Sehenswürdigkeiten der Stadt, sehr interessant.
Um halb drei habe ich das Zimmer bezogen, geduscht, Wäsche gewaschen, Caffè getrunken und jetzt werde ich mir noch die schöne Altstadt und die Sehenswürdigkeiten von denen die Dame erzählte, anschauen und hoffentlich was leckeres zum Abendessen bekommen.
Ob ich morgen weitergehe oder Pause mache entscheide ich später.
Durch Klick auf den nachfolgenden YouTube Button könnt Ihr unser heutiges Filmchen anschauen, es lohnt sich auch heute wieder.
Auch heute der Hinweis auf unser Gewinnspiel. Wir freuen uns auch heute auf Eure zahlreiche Teilnahme.
Ich habe heute insgesamt 29,10 km zurückgelegt, davon bin ich 120 Höhenmeter bergauf und 110 Höhenmeter bergab gegangen. Dafür benötigte ich 43.943 Schritte.
Heute verlosen wir folgende Gutscheine und bedanken uns recht herzlich für die Unterstützung
- Bernhofer Chocoladenmanufaktur
Durch Klick auf den jeweiligen Button erfährst Du mehr über den jeweiligen Gutscheinspender.
Planung - 6. Etappe
Die 6. Etappe steht unter dem Motto "Asylhelferkreis"
Die vielen Details zu den Angeboten unseres Asylhelferkreises finden Sie auf der Website: https://asylinwor.wordpress.com
Wir organisieren ehrenamtlich die Flüchtlingshilfe in unserer Stadt und wirken bei der kommunalen Aufgabe der Integration von Flüchtlingen im Ort mit.
Dabei wird kontinuierlicher Austausch mit der Stadt gepflegt und die Vernetzung mit anderen Helfern im Landkreis aufgebaut.
Wir übernehmen schwerpunktmäßig die Hilfe zur Alltagsbewältigung.
Dabei begleiten wir Flüchtlinge und helfen ihnen, sich ein eigenverantwortliches Leben aufzubauen – unabhängig von Herkunft, Fluchtgrund oder Religionszugehörigkeit.
Wer engagiert sich? Ca. 125 ehrenamtliche Helfer
Wo? Im Integrationszentrum Obermarkt 7
Nähere Infos zum Ressort - klicke auf den Ressort-Button
31. März 2026
Dienstag, 31.03.2026
Geplant haben wir Folgendes:
Heute starten wir in San Cataldo und wandern erneut durch Naturschutzgebiete. Zuerst laufen wir durch das Riserva Naturale Setale Biogenetic San Cataldo danach durchqueren wir das Riserva Naturale Statale die Popolamento Animale Le Cesine. Anschließend kommen wir durch Torre Specchia Ruggeri und San Foca bevor wir unser heutiges Ziel Torre dell´Orso erreichen.
Interessante Informationen zur Gegend, in der wir wandern:
San Cataldo hat ca. 1.100 Einwohner, die Einwohner nennen sich Leccesi.
Riserva Naturale Setale Biogenetic San Cataldo - das Staatliche biogenetische Naturreservat San Cataldo ist ein geschütztes Waldgebiet und umfasst eine Fläche von etwa 28 Hektar.
Riserva Naturale Statale die Popolamento Animale Le Cesine - das Staatliche Naturreservat zur Erhaltung der Tierpopulation "Le Cesine" ist eines der bedeutendsten und am besten erhaltenen Feuchtgebiete Süditaliens und eine Oase des WWF.
Torre Specchia Ruggeri ist benannt nach einem historischen Wachturm aus dem 16. Jahrhundert (ca. 1568). Er war Teil des Verteidigungssystems gegen die Einfälle der Sarazenen.
San Foca ist ein Badeort und einer der fünf Ortsteile der Gemeinde Melendugno in der Provinz Lecce. Hier gibt es einen großen Yachthafen, kristallklares Wasser und eine hervorragende touristische Infrastruktur.
Torre dell´Orso ist berühmt für seine halbmondförmige Bucht, den feinen weißen Sand und das tiefblaue, klare Wasser. Das Wahrzeichen des Ortes sind zwei markante Kalksteinfelsen, die im Meer kurz vor der Küste stehen. Man erzählt sind, dass es zwei Schwestern sind, die sich ins Meer stürzten und von den Göttern in Felsen verwandelt wurden.
Der namensgebende Turm stammt aus dem 16. Jahrhundert und steht auf einer Klippe über der Bucht. Früher war er eine Verteidigungsanlage gegen Piratenangriffe.
Es gibt hier ca. 600 Einwohner die sich Melendugnesi nennen, da sie der Gemeinde Melendugno angehören.
Bericht zur 6. Etappe folgt unten ...