Erzgebirgskammweg
Tag 2
Holzhau nach Olbernhau
Heute standen viele Kilometer und Höhenmeter an.
Ich machte mich daher nach einem kurzen Frühstück gleich auf den Weg. Das erste Ziel war Rechenberg wo das gleichnamige Bier herkommt. Es ging stetig bergan über einen Wiesenweg mit tollen Ausblicken auf das Muldetal.
Bald war Rechenberg erreicht und vorbei an der Brauerei und an schönen Fachwerkhäusern ging es bald wieder bergan über einen den nächsten schönen Wiesenweg und durch ein paar Wäldchen. Ab und zu kam ich an Häusern vorbei die alle sehr gepflegt aussahen. Die dunklen Wolken die mich schon seit beginn begleitet hatten verhießen nichts gutes und leider fing es an zu regnen. Der orangene Regenmantel war schnell angezogen und so ging ich weiter nach Claustal. Immer durch wunderschön blühende Wiesen und kleine Wäldchen. Die Ausblicke ins Land und auf die Hügel waren auch im Regen sehr schön.
Der Weg ist perfekt ausgeschildert und führt immer bergauf und bergab Richtung Neuhausen.
Nun ging es auf einem Wiesenweg Richtung Wald, da nicht gemäht war wurden meine Füße pitschnass. Es Regnete immerhin nicht mehr, ein kräftiger Wind vertrieb die Wolken und die Sonne kam heraus. So machte wandern auch mit nassen Füßen Spaß!
Es ging vorbei an einem einsam gelegenen Hotel in den Forst und auf einer breiten "Waldautobahn" dahin. Der Wald war riesig und eine reine Fichtenmonokultur. Ab und zu kam ich an kleinen Schutzhütten, fast wie Bushäuschen, vorbei. An einer machte ich Rast.
Nun ging es wieder durch Felder und Wiesen Richtung Neuhausen.
Im Ort gibt es ein schönes Schloss und das Nussknacker- Museum, aber ansonsten nicht viel.
Ich wollte meine Mittagspause machen und suchte vergeblich nach einer Einkehr. Die vorhandenen Gasthäuser und Cafes hatten zu oder waren aufgegeben worden. Selbst der Döner Imbiss war für immer geschlossen. Bei Edeka gab es immerhin einen Metzger und eine sehr gute Bratwurst in der Semmel.
Nun ging es steil bergan auf den Schwartenberg.
Am Himmel zogen dunkle Wolken auf, der Wind wurde stärker und ich zog mein Regenmantel wieder an.
So wanderte ich schneller über den Berg und bald ging es wieder bergab Richtung Seiffen.
Die Stadt ist berühmt für ihre vielen Geschäfte mit erzgebirgischer Volkskunst und den Schnitzern.
Auch im Sommer ist hier irgendwie Weihnachten.
Überall gibt es Räuchermännchen, Schwibbögen und Pyramiden zu sehen. Ich freute mich darauf im Advent wiederzukommen!
Jetzt stärkte ich mich mit einer Eierschecke und einem Kaffee für den Endspurt nach Olbernhau. Sogar die Sonne ließ sich wieder blicken!
Durch einen dichten Wald ging es erst bergan, dann bergab zur Straße und auf der anderen Talseite dann steil und auf einem schmalen Pfad, den Berg hinauf.
Ich kam langsam voran aber irgendwann war es geschafft.
Nun ging es vorbei an einer Quelle wieder ins Tal und dann natürlich wieder steil bergan. Langsam ging mir die Kraft aus, aber die Kilometer wurden nicht weniger. Irgendwann kamen die ersten Häuser von Olbernhau, meinem Tagesziel, in Sicht. Allerdings strecken sich die Orte hier oft das ganze Tal entlang und so waren es immer noch fünf Kilometer bis zum Ortszentrum.
Es ging gemäßigter bergauf und bergab und die Ausblicke über das Tal entschädigten für die Anstrengung. Bald war meine Unterkunft erreicht. Mein Abendessen holte ich aus dem Supermarkt, für eine Einkehr war ich zu Müde.
Nun heißt es ausruhen für morgen.
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